Glossar

Buchen laufender Geschäftsvorfälle

Buchhalter und Steuerberater unterscheiden sich unter anderem durch ihren Zuständigkeitsbereich. Selbstständige Buchhalter dürfen das Buchen Ihrer laufenden Geschäftsvorfälle und Ihre laufenden Lohnabrechnungen übernehmen, aber nicht Ihren Jahresabschluss und Ihre Steuererklärung. Dies ist nur Steuerberatern erlaubt.

Allerdings zählt zur Buchhaltung auch der Jahresabschluss. Deswegen müssen selbstständige Buchhalter vorsichtig sein, wenn sie mit dem Begriff „Buchhaltung“ auf ihrer Website werben wollen. Sichert man sich nicht ab, kommt es leicht zu einem Verstoß gegen Artikel 8 des Steuerberatungsgesetzes und damit gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.

Weshalb also einen selbstständigen Buchhalter beauftragen, statt gleich zum Steuerbüro zu gehen?

Benötigen Sie nur einen Jahresabschluss, sind Sie beim Steuerberater richtig. Wenn Sie aber während des laufenden Jahres Unterstützung bei Ihrem „Papierkram“ benötigen, ist die Zettelwirtschaft eine kostengünstige Alternative zum Steuerberater. Ihre anfallenden Buchungsarbeiten und Lohnabrechnungen werden fachkundig erledigt, auf Wunsch erhalten Sie betriebswirtschaftliche Auswertungen und vieles mehr. Zum Ende des Jahres bringen Sie Ihre Unterlagen dann bereits gepflegt und wohlsortiert zum Steuerberater.

Einnahmenüberschussrechnung (EÜR)

Die Einnahmenüberschussrechnung stellt eine vereinfachte Form der Gewinnermittlung für das Finanzamt dar. Freiberufler und unter gewissen Bedingungen auch kleine Unternehmen können auf sie zurückgreifen, statt eine doppelte Buchführung anfertigen zu müssen. Welche Voraussetzungen für die EÜR erfüllt sein müssen, können Sie dem Einkommenssteuergesetz entnehmen. Der große Vorteil: Da nur Ein- und Ausgaben erfasst werden und anschließend der Überschuss bestimmt wird, muss deutlich weniger Aufwand betrieben werden.

Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG)

Das 2006 eingeführte AAG soll kleine Unternehmen bei Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall und bei der Zahlung von Mutterschaftsleistungen entlasten. Beschäftigt eine Firma  im Kalenderjahr maximal 30 anrechenbare Angestellte, nimmt sie an den Umlageverfahren U1 teil, das U2-Verfahren ist für alle Arbeitgeber Pflicht.

Über das U1-Verfahren erhält der Arbeitgeber auf Antrag Geld zurück, wenn er bei Krankheit eines Mitarbeiters Entgeltfortzahlungen und die dabei anfallenden Arbeitgeberanteile zu den Sozialversicherungen zu leisten hatte. Die Krankenkassen erstatten dabei je nach gewähltem Prämiensatz zwischen 40 und 80 % der gezahlten Summe.

Aus dem Umlageverfahren U2 erhalten Arbeitgeber die kompletten Entgeltfortzahlungen im Mutterschutz samt Arbeitgeberanteilen erstattet. Auch den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld erhalten sie zu 100 % zurück.

Welche Arbeitgeber an den Umlageverfahren teilnehmen, hat die zuständige Krankenkasse zu Beginn jedes Kalenderjahrs anhand der Arbeitnehmerzahl zu ermitteln.

Bei diesem recht kompliziert scheinenden Verfahren hilft Ihnen die Zettelwirtschaft gern, so dass Sie das Ihnen zustehende Geld erhalten.

Kontierung von Belegen

Ein Beleg dokumentiert eine geschäftliche Einnahme oder Ausgabe. Typische Formen des Belegs sind Rechnungen, Quittungen, Schecks, Steuerbescheide oder Kassenbons. Nach § 257 Handelsgesetzbuch sind Belege über Buchungen in Deutschland 10 Jahre lang aufzubewahren.

Unter dem Begriff Kontieren versteht man das Zuordnen eines Belegs zu einem Aufwands- oder Ertragskonto. Dabei wird auf dem Beleg notiert, zu welchem Konto die Buchung zugeordnet wird. Bei Rechnungen erfolgt oft zusätzlich die Angabe der Kostenstelle.

Die Zettelwirtschaft hilft Ihnen, jederzeit den Überblick über alle Einnahmen und Ausgaben zu behalten.

Kostenstellenrechnung

Die Kostenstellenrechnung soll die Frage beantworten, an welcher Stelle welche Kosten im Unternehmen angefallen sind. Dafür wird das Unternehmen in einzelne Teilbereiche gegliedert, in den sowohl Leistungen erbracht werden als auch Kosten entstehen. Diese Teilbereiche werden Kostenstellen genannt.

Anschließend wird versucht, alle in einer Periode angefallenen Kosten verursachungsgerecht zu verteilen. Dies kann bei Gemeinkosten wie Miete und Strom relativ schwierig sein. Ist dies getan, können die erbrachten Leistungen jeder Kostenstelle den dort angefallenen Kosten gegenübergestellt werden. So lässt sich die Wirtschaftlichkeit von Unternehmensteilen feststellen und kontrollieren.

Gerne übernimmt die Zettelwirtschaft diese Aufgaben für Sie und erklärt Ihnen auch, welche Kosten Sie haben – so dass Sie erkennen, wo Sie Einsparpotenzial haben.

Debitoren/Kreditoren

Ein Kreditor ist ein Gläubiger des Unternehmens, also ein Lieferant oder Dienstleister, der noch offene Forderungen hat.

Ein Debitor ist ein Schuldner eines Unternehmens. Der Begriff steht insbesondere für Kunden, die ein Produkt oder eine Dienstleistung auf Rechnung erhalten haben. Debitoren und teilweise auch Kreditoren werden in der Offene-Posten-Buchhaltung verwaltet.

Man spricht auch von kreditorischen Debitoren. Diese sind zum Beispiel Kunden, denen die Firma Geld schuldet – etwa weil sie eine bezahlte Ware reklamiert haben.

Behalten Sie mit der Zettelwirtschaft den Überblick über Ihre Gläubiger und Schuldner.

Summen- und Saldenliste

Eine Summen- und Saldenliste erlaubt einen raschen Überblick über wesentliche Kontobewegungen und  Bilanzpositionen. Für jedes Konto eines Unternehmens, das im Betrachtungszeitraum (meist ein Monat) Buchungen aufweist, werden mehrere Werte erstellt: die Eröffnungsbilanz, also der Saldo zu Jahresbeginn, die Veränderungen im Monat selbst sowie alle Veränderungen seit Jahresanfang und der Saldo zum Ende des betrachteten Monats.

Somit zeigt die Summen- und Saldenliste auf, wie sich die Geldströme zwischen den einzelnen Konten während eines bestimmten Zeitraumes verhalten.

Offene-Posten-Liste

Rechnungen gelten bis zur vollständigen Bezahlung als offene Posten. Um den Überblick zu behalten, bis wann einzelne Betrage fällig sind und welche Kunden in Verzug sind, hilft die Führung einer Offene-Posten-Liste.

Diese erfasst typischerweise für jeden Außenstand die Rechnungsnummer, den Kundennamen und die Kundennummer, den Betrag, das Rechnungs- und das Fälligkeitsdatum, ob bereits eine Zahlungserinnerung erfolgt ist bzw. in welcher Mahnstufe sich der Kunde befindet, und schließlich die Zahlungseingangsdaten mitsamt Betrag, falls die Rechnung schrittweise beglichen wird.

Praktisch sind Offene-Posten-Listen, die Außenstände je nach Bedarf sortieren und zusammenfassen, etwa nach Kunde, Stichtag oder Mahnungsstufe.

Mit Hilfe der Zettelwirtschaft wissen Sie stets, von wem Sie noch Geld zu bekommen haben.

Voraussichtliche Beitragsschuld

Bis zum drittletzten Bankarbeitstag im Monat ist im Unternehmen die Zahlung der Mitarbeiter-Sozialversicherungsbeiträge an die Krankenkassen fällig. Liegt der Abrechnungstag für die Gehälter erst nach diesem Termin, kann der Beitragssatz lediglich geschätzt werden. Dies nennt sich „voraussichtliche Beitragsschuld“.

Wieviel Geld an die Krankenkasse abgeführt werden muss, soll dabei möglichst genau geschätzt werden. Dabei spielen die Zahlen des Vormonats, aber auch Veränderungen in der Anzahl an Beschäftigten, deren Gehältern und Beitragssätzen sowie die bislang geleistete Arbeitszeit eine Rolle.

Machen Sie sich das Leben leichter und übergeben Sie Lohnbuchhaltung* und Gehaltsbuchhaltung* an die Zettelwirtschaft.

Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)

Die betriebswirtschaftliche Auswertung, kurz BWA, liefert Zahlen zur aktuellen wirtschaftlichen und finanziellen Situation des Unternehmens. Im Gegensatz zum Jahresabschluss kann sie zum jeweils gewünschten Zeitpunkt, etwa jeden Monat oder jedes Quartal, aus den laufenden Daten der Buchhaltung heraus generiert werden.

Werden sie richtig genutzt, können die Daten aus der BWA für das Unternehmen eine wichtige Planungs- und Entscheidungsgrundlage darstellen. Darüber hinaus ist die BWA auch für mögliche Kapitalgeber sowie Banken relevant, falls die Firma einen Kredit aufnehmen möchte.

Es gibt keine einheitliche Form, anhand derer die BWA erstellt wird. Stattdessen sollte je nach Geschäftsmodell ermittelt werden, welche betriebswirtschaftlichen Kennzahlen sinnvoll sind. Typische Elemente sind:

  • die kurzfristige Erfolgsrechnung, die die Differenz zwischen dem erwirtschafteten Umsatz und den dafür angefallenen Kosten aufzeigt
  • die Bewegungsbilanz, die verdeutlicht, wo welche Mittel herkommen und wie sie verwendet werden
  • die statische Liquidität, also die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zum Stichtag

Lohnsteuer

Die Lohnsteuer ist eine Abgabe auf Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, sie wird also nur von Arbeitnehmern gezahlt. Die Höhe der Lohnsteuer hängt vom Verdienst und der jeweiligen Steuerklasse ab. Der Arbeitgeber ist zuständig für diese Berechnung, behält die Steuer vom Bruttolohn ein und führt sie an das zuständige Finanzamt ab. Nach § 42d Einkommensteuergesetz haftet er außerdem für die korrekte Erledigung beider Aufgaben.

Siehe auch: Lohnsteueranmeldung

Lohnbuchhaltung* und Gehaltsbuchhaltung* übernimmt für Sie gerne die Zettelwirtschaft.

Lohnsteueranmeldung

Neben der Kirchensteuer und dem Solidaritätszuschlag muss der Arbeitgeber die einbehaltene Lohnsteuer spätestens am zehnten Tag nach dem Ablauf jedes Lohnsteuer-Anmeldungszeitraums an das zuständige Finanzamt melden und abführen.

Seit 2005 ist der Arbeitgeber verpflichtet, diese Anmeldung elektronisch zu übermitteln (§ 41 a Abs. 1 EStG).

Anmeldezeitraum ist grundsätzlich der Kalendermonat, in besonderen Fällen gelten aber auch abweichende Zeiträume. Betrug die Lohnsteuer im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 4.000 €, aber mehr als 1.080 €, gilt das Kalendervierteljahr, bei Beträgen von nicht mehr als 1.080 € das Kalenderjahr.

Die Lohnsteueranmeldung übernimmt die Zettelwirtschaft gerne im Rahmen der Lohnbuchhaltung und Gehaltsbuchhaltung für Sie.

Buchhalter als freier Mitarbeiter bei einem Steuerberater

Gemäß Steuerberatungsgesetz (StBerG) dürfen selbstständige Buchhalter ihren Kunden nur genau festgelegte Dienstleistungen anbieten (siehe Buchen laufender Geschäftsvorfälle). Ist ein Buchhalter oder Bilanzbuchhalter allerdings als freier Mitarbeiter eines Steuerberaters tätig, darf er für diesen jede Art von Hilfeleistung in Steuersachen erbringen. Dies umfasst beispielsweise die Einrichtung der Buchhaltung und die Vorbereitung der Umsatzsteueranmeldung und der Jahresabschlüsse.

Wichtig hierbei ist die Art der Mitarbeit, die in § 17 der Berufsordnung der Bundessteuerberaterkammer geregelt ist. Der Paragraph setzt voraus, dass der freie Mitarbeiter weisungsgebunden, unter der fachlichen Aufsicht und der beruflichen Verantwortung des Steuerberaters tätig ist. Der Buchhalter tritt also nach außen hin nicht in Erscheinung, er erledigt die ihm übertragenen Aufgaben und stellt seine Leistungen dem Steuerberater in Rechnung.




Meine Dienstleistungen im Bereich der Buchhaltung umfassen ausschließlich das Buchen der laufenden Geschäftsvorfälle, die laufende Lohnabrechnung
und das Fertigen der Lohnsteueranmeldung.